Fremdwörter / Definitionen

Amortisation/Amortisationszeit
Unter Amortisation (französisch, tilgen) versteht man einen Prozess, bei dem die anfänglichen Aufwendungen für ein Objekt durch die entstehenden Erträge gedeckt werden. Diese Dauer nennt man auch Amorisationszeit.

Balanced Scorecard (BSC)
Die Balanced Scorecard (BSC) kann mit dem Begriff "ausgewogener Berichtsbogen" übersetzt werden. Das Wort "ausgewogen" bezieht sich dabei auf unterschiedliche Perspektiven, mit denen das Unternehmen betrachtet wird. Alle Perspektiven zusammen kennzeichnen das gesamte Unternehmen. "Score" bringt die Ergebnisorientierung und den Zielbezug zum Ausdruck. Der systematische Ansatz das schriftliche Festhalten in übersichtlicher Form findet sich im Begriff "Card".

Break-Even-Point
Unter dem Break-Even-Point versteht man den Punkt, an dem Erlös und Kosten einer Produktion gleich hoch sind und somit weder Gewinn noch Verlust erwirtschaftet wird.

Cash-Flow
Unter dem Cash-Flow versteht man die Höhe des gesamten Bargeldzuflusses eines Unternehmens während einer Abrechnungsperiode (Geschäftsjahr). Der Cash Flow wird auch als Kapitalrückfluss oder Kassenzufluss bezeichnet.

Category-Management
Der Begriff Category-Management oder auch Warengruppenmanagement bezeichnet im Marketing die Strukturierung nach dem Prinzip der Warengruppen.

Corporate Governance
Der Begriff Corporate Governance bezeichnet den Ordnungsrahmen für die Leitung und Überwachung von Unternehmen. Der Ordnungsrahmen wird maßgeblich durch Gesetzgeber und Eigentümer bestimmt.

Corporate Identity
Corporate Identity ist die übereinstimmende Gestaltung aller Elemente, die das Erscheinungsbild eines Unternehmens nach innen und außen prägen.

Cross-Docking
Der Begriff Cross Docking bzw. Kreuzverkupplung bezeichnet eine Warenumschlagsart, bei der Waren vom Lieferanten (Absender) vorkommissioniert geliefert werden. Das bedeutet, dass der Einlagerungsprozess und die dazugehörige Aktivität des Bestandslagers entfallen.

E-Business
Der Begriff des E-Business als Erweiterung zu E-Commerce umfasst alle Geschäftsvorgänge, die auf elektronischem Wege abgehandelt werden. Das betrifft verschiedenste unternehmerische Aufgabenfelder wie Geschäftsanbahnungen und -abwicklung, Werbung, Online-Banking oder Kundenservice.

E-Commerce
Von E-Commerce sprechen wir dann, wenn Handelsprozesse bzw. Transaktionen zwischen selbstständigen Wirtschaftssubjekten durch die Nutzung von Datennetzen (z. B. Internet) erfolgen. Dabei müssen bzw. können nicht alle Transaktionsphasen über elektronisch-interaktive Medien abgewickelt werden.

Efficient Consumer Response (ECR)
Der Begriff Efficient Consumer Response (auch Effiziente Konsumentenresonanz) bezeichnet eine Initiative zur Zusammenarbeit zwischen Herstellern und Händlern, die auf Kostenreduktion und bessere Befriedigung von Konsumentenbedürfnissen abzielt. Dabei wird die Wertschöpfungskette, von der Produktion bis hin zur Kaufentscheidung der Verbraucher, auf Optimierungspotenziale untersucht.

Elastizitäten
In der Volkswirtschaftslehre versteht man unter Elastizität die Reaktion der Nachfrager bzw. Anbieter auf Änderungen einer Variable (Preis des Gutes, Preis anderer Güter, Einkommen).

Enterprise Resource Planning (ERP)
Enterprise-Resource-Plannung (ERP) bzw. Unternehmensressourcenplanung bezeichnet die unternehmerische Aufgabe, die in einem Unternehmen vorhandenen Ressourcen (Kapital, Betriebsmittel oder Personal) möglichst effizient für den betrieblichen Ablauf einzusetzen und somit die Steuerung von Geschäftsprozessen zu optimieren.

Ereignisgesteuerte Prozesskette (EPK)
Die ereignisgesteuerte Prozesskette ist eine grafische Modellierungssprache zur Darstellung von Geschäftsprozessen einer Organisation bei der Geschäftsprozessmodellierung.

Factoring
Ein Factoringvertrag ist ein Vertrag zwischen einem Unternehmer und einem Factor (Bank oder Gesellschaft). Er ist eine Zwischenform zwischen Kauf, Kreditgeschäft und Geschäftsbesorgung. Der Unternehmer tritt dem Factor die gesamten (künftigen) Forderungen gegen seine Kunden ab. Dieser schreibt den Gegenwert der abgetretenen Forderungen unter Abzug der Provision dem Unternehmer gut, führt die Debitorenkonten des Unternehmers und zieht die Forderungen bei ihrer Fälligkeit ein.

Förderalismus
Unter Föderalismus wird heute vorwiegend ein Organisationsprinzip verstanden, bei dem die einzelnen Glieder (Gliedstaaten) über eine gewisse Eigenständigkeit und Staatlichkeit verfügen, aber zu einer übergreifenden Gesamtheit (Gesamtstaat) zusammengeschlossen sind.

Franchise
Beim Franchisevertrag stellt ein Unternehmer (Franchisegeber) eine Unternehmensidee mit ihren Vorteilen und Werten einem anderen Unternehmer (Franchisenehmer) gegen Geld (Franchisegebühren) zur Verfügung.

Gantt-Diagramm
Ein Gantt-Diagramm oder Balkenplan ist ein nach dem Unternehmensberater Henry L. Gantt benanntes Instrument des Projektmanagements, das die zeitliche Abfolge von Aktivitäten grafisch in Form von Balken auf einer Zeitachse darstellt.

Incoterms
Incoterms sind eine Reihe von freiwilligen Regeln zur Auslegung handelsüblicher Vertragsformeln im internationalen Warenhandel.

Integriertes Managementsystem (IMS)
Das Integrierte Managementsystem fasst Methoden und Instrumente zur Einhaltung von Anforderungen aus verschiedenen Bereichen in einer einheitlichen Struktur zusammen, die der Corporate Governance (d. h. der Leitung und Überwachung von Organisationen) dient.

Just-in-Sequence-Produktion
Der Begriff Just-in-Sequence-Produktion (JIS) bzw. Reihenfolgesynchronität bezeichnet ein Konzept aus der Beschaffungslogistik. Es ist eine Weiterentwicklung der Just-in-Time-Produktion.

Just-in-Time-Produktion
Just-in-time-Produktion (JIT) oder auch bedarfssynchrone Produktion bezeichnet ein Organisationsprinzip, bei dem nur das Material in der Stückzahl und zu dem Zeitpunkt produziert und geliefert wird, wie es auch tatsächlich zur Erfüllung der Kundenaufträge benötigt wird.

Kaufkraftparität (KKP)
Kaufkraftparität (KKP) ist ein Begriff der makroökonomischen Analyse. Die KKP zwischen zwei geografischen Räumen mit gemeinsamen Währungsraum liegt dann vor, wenn Waren und Dienstleistungen eines Warenkorbes für gleich hohe Geldbeträge erworben werden können. Werden zwei unterschiedliche Währungsräume verglichen, so werden die Geldbeträge durch Wechselkurse vergleichbar gemacht.

Leverage-Effekt
Unter dem Leverage-Effekt versteht man, dass die Verzinsung des Eigenkapitals durch die Aufnahme von Fremdkapital erhöht werden kann, wenn die Kosten für das zusätzliche Fremdkapital niedriger sind, als die bereits erzielte Eigenkapitalrendite.

Lohmann-Ruchti-Effekt
Im Jahre 1953 stellten Martin Lohmann und Hans Ruchti einen Effekt dar, der besagt, dass Gegenstände des Anlagevermögens sich selbst finanzieren, wenn die ihnen jeweils zugeordnete Abschreibung vom Markt über die Verkaufspreise zurückgeholt werden kann. Der nach ihnen benannte Lohmann-Ruchti-Effekt besteht aus zwei Komponenten, dem Kapitalfreisetzungseffekt und dem Kapazitätserweiterungseffekt.

Outsourcing
Outsourcing bzw. Auslagerung bezeichnet in der Ökonomie die Abgabe von Unternehmensaufgaben und -strukturen an Drittunternehmen. Es ist eine spezielle Form des Fremdbezugs von bisher intern erbrachter Leistung, wobei Verträge die Dauer und den Gegenstand der Leistung fixieren.

Permission Marketing
Unter Permission Marketing versteht man den Werbe-oder Informations-Versand, z. B. in der Regel in Form von E-Mails, mit der ausdrücklichen Erlaubnis (Permission) des Kunden.

Product Placement
Unter Product Placement versteht man eine Sonderform der unterschwelligen Werbung, bei der das Unternehmen sich oder seine Produkte gezielt in die Handlung eines Spielfilm oder einer Fernsehserie integrieren lässt.

Public Relations (PR)
Unter Public Relations (Öffentlichkeitsarbeit) versteht man ein kommunikationspolitisches Instrument, mit dem das Unternehmen versucht, langfristig ein positives Image in der Gesamtöffentlichkeit (Goodwill) zu erzielen.

Sales Promotion
Unter Sales Promotion (Verkaufsförderung) fasst man sämtliche Maßnahmen innerhalb des Kommunikations-Mix zusammen, deren Ziel es primär ist, kurzfristig den Absatz oder Umsatz zu steigern.

Sponsoring
Unter Sponsoring versteht man die Förderung von Einzelpersonen, einer Personengruppe, Organisationen oder Veranstaltungen, durch eine Einzelpersonen, eine Organisation oder ein kommerziell orientiertes Unternehmen, in Form von Geld-, Sach- und Dienstleistungen mit der Erwartungen, eine die eigenen Kommunikations- und Marketingziele unterstützende Gegenleistung zu erhalten.

Supply Chain Management
Unter Supply Chain Management wird die Erarbeitung eines kostenoptimierten Logistik-Konzepts unter Betrachtung der gesamten Wertschöpfungskette - also vom Kunden bis zum Lieferanten - verstanden.

SWOT-Analyse
Die SWOT-Analyse ist ein Instrument der strategischen Planung; sie dient der Positionsbestimmung und der Strategieentwicklung von Unternehmen und anderen Organisationen.

Total Quality Management (TQM)
Total Quality Management (TQM) ist eine Managementmethode, die ihren Ursprung in den USA hatte. Sie beeinflusst die heutigen Qualitätsmanagementmodelle maßgeblich. Auch in Deutschland ist sie weit verbreitet. Jeder Teil des Begriffs "Total Quality Management" stehet für wichtige Eigenschaften dieser Methode.

Vendor Managed Inventory (VMI)
Vendor Managed Inventory (VMI), auch lieferantengesteuerter Bestand oder Supplier Managed Inventory (SMI), ist ein logistisches Mittel zur Verbesserung der Performance in der Lieferkette, bei dem der Lieferant Zugriff auf die Lagerbestands-und Nachfragedaten des Kunden hat.

Workflow-Management-System (WfMS)
Ein Workflow-Management-System verbindet Organisation und Informationsverarbeitung. Es sorgt für die effiziente informationstechnische Abwicklung bei der Planung, Steuerung und Kontrolle von Geschäftsprozessen.