Angebotsprüfung

Vorschau: 

Prüfung
Die Prüfung von Angeboten gehört zu den wesentlichen Aufgabenbereichen der Einkaufsabteilung. Dabei werden eingehende Angebote zunächst
geprüft auf:
• Übereinstimmung mit der Anfrage
• Vollständigkeit
• Eindeutigkeit

Qualität
Bei der Beurteilung der angebotenen Qualität ist von der Qualitätsannahmegrenze auszugehen. Die Entscheidung darüber, ob für eine höhere Qualität evtl. ein höherer Preis bezahlt werden soll, muss unter Berücksichtigung der Marktgegebenheiten auf der Absatzseite gemeinsam mit dem Einkauf gefällt werden. Diese Qualitätsprüfung ist insbesondere bei den Waren erforderlich, für die keine allgemein gültigen Richtlinien bestehen.

Preis
Um Angebote vergleichen zu können, muss -unter Beachtung einer Mindestqualität -der Einstandspreis als einheitliche Beurteilungsgrundlage ermittelt werden.
• Zahlungsbedingungen
• Lieferantenbedingungen

Lieferzeit
In der Regel wächst das Beschaffungsrisiko mit der Länge der Lieferzeit. Dies hat höhere Sicherheitsbestände, höhere Lagerhaltungskosten und ein höheres Lagerrisiko zur Folge. In zeitlicher Hinsicht interessieren also besonders folgende Aspekte:
• Termintreue
• Terminzusage
• Länge der Lieferzeit
• Bereitschaft zur Übernahme von Konventionalstrafen

Liefer-und Zahlungsbedingungen
Sie müssen ebenfalls im Rahmen der Angebotsprüfung beurteilt werden. Zu den Lieferbedingungen zählen die Regelungen über Frachtkosten. Ähnliches gilt für die internationalen Lieferbedingungen, die in den Incoterms geregelt sind.

Standort
Die Beschaffungskosten können durch den Standort beeinflusst werden. Das gilt nicht nur hinsichtlich der Transportkosten, sondern auch im Hinblick auf Sicherheit und Schnelligkeit. Als Kriterien kommen in Betrachtung:
• Zollvorteile
• Entfernung
• Transportmöglichkeiten

Weitere Kriterien
• Flexibilität des Herstellers
• Besondere Serviceleistungen
• Gewährleistungsumfang und -dauer
• Gewährung von Exklusiv-Vertriebsrechten oder Gebietsschutz