Organisation - Formal

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Definition
Formale Organisation ist eine fixe Regelung innerbetrieblicher Abläufe und Strukturen. Sie ist eine fest vorgegebene Ordnung, die gewöhnlich auch schriftlich festgelegt ist. Die formale Organisation wird explizit, in Form von Regeln erstellt und lässt zumeist nur geringen Interpretationsspielraum zu.

Die Praxis zeigt, dass es die perfekte formale Organisation nicht gibt und es daher ständig zu einem Wechselspiel zwischen formalen und informalen Organisationen kommt. Es ist daher wichtig informale Organisation zu erkennen, um für die Arbeitsgemeinschaft und den Arbeitserfolg hilfreiche Strukturen zu fördern. Durch informale Organisation bedingtes systematisiertes Fehlverhalten, oder Misswirtschaft, soll aber entgegengewirkt werden.

Abgrenzung formale / informale Organisation
Bei formaler Organisation handelt es sich zum Beispiel um die Definition der Arbeitsteilung, die Beschreibung von Arbeitsabläufen, oder die Festlegung von Weisungsbefugnissen. Die formale Organisation definiert sich aber eigentlich erst durch ihr Gegenteil -die informale Organisation, wobei beide Organisationsformen einander symbiotisch ergänzen. Man brauchte also die Unterscheidung zwischen formaler und informaler Organisation gar nicht zu treffen, wenn nicht jeder Mitarbeiter, oder jede Arbeitsgruppe einen eigenen kreativen Weg für die Erledigung all dieser Vorgaben finden würden.

Ausprägung und Gründe für die informale Organisation
• Schwierige Arbeitsanforderungen
• Unangenehme Arbeitsbedingungen
• Informale Gruppen, also Zusammenschlüssen von Mitarbeitern die gleiche Interessen haben, oder z. B. gleicher Herkunft sind.
• Informale Normen, also persönliche Ziele und Interessen der Mitarbeiter die sich von den offiziellen Interessen des Unternehmens unterscheiden.
• Informale Kommunikation, also Veränderungen der Kommunikationswege innerhalb eines Unternehmens auf Grund von persönlichen Beziehungen
  zwischen Mitarbeitern.
• Informale Führer, also Personen die auf Grund Ihres Charismas und Ihrer allgemeinen Beliebtheit, plötzlich mehr Einfluss im Unternehmen gewinnen,
  als eigentlich für sie vorgesehen wäre.