Mahnverfahren

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Vorteile gegenüber Zivilprozess
Einfacher
     • weil es mit einem einfachen Formular einzuleiten ist.
     • weil eine einfache Zuständigkeitsregelung besteht.
Schnell
     • weil es mittels EDV und ohne mündliche Verhandlung durchgeführt wird.
     • weil die Frist für einen Widerspruch des Antragsgegners nur zwei Wochen beträgt und dann, wenn er
       Widerspruch ausbleibt, auch bereits ein Vollstreckungsbescheid beantragt werden kann.
Kostengünstig
     • weil nur eine halbe Gerichtsgebühr erhoben wird.

Für das gerichtliche Verfahren entstehen Kosten in Höhe einer halben Gerichtsgebühr ( Sie errechnet sich aus einem Gewichtungsfaktor -hier 0,5 -und der aus der Höhe des Streitwertes ermittelten Gebühr, siehe "Gerichtsgebührentabelle" ): Diese Gebühr wird nach Einreichung des Antrags beim Antragssteller eingefordert.

Wird mit der Durchführung des Verfahrens ein Anwalt beauftragt, dann erhält er die volle Anwaltsgebühr, die sich aus dem Streitwert ergibt. Eine weitere halbe Anwaltsgebühr entsteht für den Antrag auf Erteilung des Vollstreckungsbescheids.

Die gesamten Kosten (halbe Gerichtsgebühr und Anwaltskosten) werden im Mahnbescheid dem Schuldner (Antragsgegner) auferlegt. Wenn der Kunde zahlungsunfähig ist, bleiben allerdings alle Kosten beim Antragssteller hängen.

Der Mahnbescheid wird dem Antragsgegner vom Gericht zugestellt. Dies geschieht auf dem Postweg durch den Briefträger. Der Antragssteller wird in dem Mahnbescheid aufgefordert, innerhalb von zwei Wochen seit Zustellung des Mahnbescheids den verlangten Geldwert nebst geforderten Zinsen und Kosten zu begleichen oder mitzuteilen, ob und in welchem Umfang dem Mahnbescheid widersprochen wird.

Der Tag der Zustellung wird dem Antragssteller vom Gericht mitgeteilt. Das Datum der Zustellung ist für den Antragssteller wichtig, weil er dann frühestens nach Ablauf von zwei Wochen einen Vollstreckungsbescheid beantragen kann.